Jahresrückblick 2014 von Niels Gormsen

Ein etwas anderer Jahresrückblich 2014

Ich saß vorhin in meinem Lieblingscafé Dolceamaro unter den Arkaden und blickte über den Friedrichsplatz auf die markante Kuppel der Kunsthalle, die man jetzt durch die blätterlösen Bäume gut erkennt. Sie wird in etwa zwei Jahren durch den klotzigen gmp-Neubau völlig verdeckt und in den Hinterhof verdrängt sein. Laut MM vom 22.12. hat das Regierungspräsidium die Baugenehmigung erteilt – wohl im Einvernehmen mit den amtlichen Denkmalpflegern. Die hatten damals gefordert, den Mitzlaff-Bau mit teurem Sandstein zu verkleiden. Der Mitzlaff-Bau samt Sandsteinfassade ist inzwischen abgerissen. Heute akzeptieren die Denkmalpfleger offenbar die Umhüllung mit Metallgeflecht. Ob dadurch die Kunsthalle endlich die von Frau Dr. Lorenz gewünschte architektonische Aufwertung erreicht? Ich befürchte eher das Gegenteil: ein grandioses geschlossenes Jugendstil-Ensemble wird ge- oder gar zerstört! Das wird den Stadtbürgern erst bewusst werden, wenn es zu spät ist!

Ich hatte, wie im MM vom 22.12.2014 zu lesen war versucht, den Abriss zu verhindern oder zu verzögern, damit sich Gemeinderat und Bürgerschaft nochmals offen mit den Alternativen auseinander setzen könnten. Mir war wohl bewusst, dass ich nach der geltenden Landesbauordnung (LBO) nicht einspruchsberechtigt bin, weil kein unmittelbarer Nachbar. Ich habe als Bürger im öffentlichen Interesse darum gebeten, die Abrissgenehmigung nochmals zu überprüfen, weil sich der Gemeinderat nie mit der echten Alternative befasst hat: Architekt Gerhard Kühn hat bereits 2009 vorgeschlagen, den Mitzlaff-Bau als Skulpturenmuseum zu erhalten, und südlich des Billingbaus einen Neubau für Gemälde und Graphiken zu errichten, was etwa die gleichen Gesamtkosten verursacht, aber ca. 2.000 qm mehr Ausstellungsfläche gebracht hätte.

Mein Antrag wurde vom Verwaltungsgericht wortreich abgelehnt. Man hielt sich eng an die LBO, in der vor einiger Zeit die „Aufschiebende Wirkung“ von Nachbareinsprüchen abgeschafft wurde, um die Baugenehmigungsverfahren zu beschleunigen. Das ist berechtigt, wenn es um nachbarliche Querelen geht, sollte aber bei stadtbedeutsamen Projekten im öffentlichen Interesse wieder zugelassen werden! Mein Brief hat mich übrigens 450 € Verwaltungsgebühren gekostet!

Der als bürgernah geltende OB hat in diesem Fall eine Meisterleistung vollbracht, indem er Architekt Kühn zwar den Eingang der genannten Alternative bestätigte, sie dem Gemeinderat aber totaL vorenthalten hat: Der konnte vor dem Baubeschluss im Dezember 2012 nie selbst abwägen und entscheiden, ob er die „Abiss-Lösung” oder die „Erhaltungslösung” nach Kühn vorziehen soll, die der Gemeinderat gar nicht kannte. Nennt man das nicht Manipulation?

Über den Fall Collini-Center wurde in diesem Jahr mehrfach im MM berichtet, zuletzt am 19.12.14. Danach soll das Technische Rathaus wegen Baufälligkeit abgerissen und auf dem Vögele-Gelände neu errichtet werden. Ist das nicht ein Schildbürgerstreich? Ich hatte dort mein Büro als Baubürgermeister von 1974 bis 1988. Während das zur gleichen Zeit erbaute Wohnhochhaus in bestem Bauzustand ist, ist das Technische Rathaus, in dem mein Nachfolger residiert, zur Ruine verkommen! Hat man das nicht kommen sehen? Wo doch das Hochbau- und Bauordnungsamt dort sitzen? Ein Armutszeugnis für die Stadt! Oder fährt die Stadt ihre eigenen Immobilien bewusst auf Verschleiß – vergleiche Mitzlaff-Bau? Ich höre, dass Architekten, Bausachverständige und Bauunternehmer Vorschläge haben, wie man das Collini-Center kostengünstig sanieren könnte. Das will man aber in der Verwaltung anscheinend nicht hören – ob das stimmt?

Ich nehme an, dass der OB in seinem Jahresrückblick diese Themen nicht erwähnen wird. Ob der MM daran erinnern wird, wird man lesen können.

Niels Gormsen,

Mannheim/Leipzig, 23.12.2014

Operation am offenen Herz - Mannheimer Innenstadt-Drama

Jetzt steht er da: Der Kolossalbau, Anbau an die MannheimerJugendstil-Kunsthalle! Auch das Vokabular unserer Kunsthallendirektorin: "Der magische Ort" oder "die Kathedrale der Gegenwart" machen den Ersatzbau für den Mitzlaffbau nicht zur Mannheimer Kunsthalle. Das ist und bleibt der Jugendstilbau von Hermann Billing, ein Mannheimer Juwel !
Ablehnung und Skepsis gab es von Anfang an. Leserbriefe und Alternativvorschläge gab es seit 2009. Die öffentliche Kritik an der Neubauplanung von 15 bekannten Mannheimer Architekten, darunter Professor Striffler mit seinem Büro, blieb ohne Erfolg. Eine Bürgerinitiative kämpfte mit Alternativvorschlägen ebenso erfolglos. Es gab kein Schnurgerüst, keine Bürgerbefragung, obwohl das Ergebnis des 2. Bürgerbarometers 68% Stimmen gegen den Neubau zeigte .
Eine aktuelle Online-Umfrage: „Ist die Fassade der Kunsthalle in Mannheim gelungen?" ergab 72% Nein-Stimmen bis zum 15.10 .17.
Das Kontra von Stefan M. Dettlinger trifft auf großen Beifall und bringt es auf den Punkt: "Weltabgewandt! So steht der Bau nun an Mannheims schönstem Ort und gleicht einem ambitioniert gestalteten Parkhaus."
Die angebliche nächtliche Faszination macht den Fremdkörper am ehemals stilharmonischen Friedrichsplatz nicht besser.
Hoffen wir, dass die älteren Mannheimer noch erleben wie unsere großartigen Kunstwerke aus den Depots zurückkommen und ihren Platz finden. Zulange mussten wir sie vermissen. Warten wir ab, ob das Innere des GMP-Baus gelungen ist, im Gegensatz zum Äußeren.

Gerda Lambrecht, Mannheim

Nachtbrevier

Video Verzeichnis

Grundsteinlegung neue Kunsthalle 24.03.2015 RNF
Neue Bauphase für Mannheimer Kunsthalle beginnt 13.03.2015 RNF
Abrissarbeiten fast abgeschlossen 24.02.2015 RNF
Rechtsstreit um das H-Hole for Mannheim 06.02.2015 RNF
Baubescheid für Kunsthalle 23.12.2014 RNF
Abrissarbeiten Mitzlaffbau 11.11.2014 RNF
Abriss Mitzlaffbau 26.08.2014 RNF
Petittion Kunsthalle 25.07.2014 RNF
SWR Landesschau - Bericht über BI beim SWR nicht mehr abrufbar. 404 14.07.2014 SWR Mediathek
Mannheimer Kunsthalle präsentiert neue Fassade 22.05.2014 RNF Mediathek
Städtebauliche Logik in Mannheim - Niels Gormsen (Baubürgermeiste a.D.) 06.04.2014 Bikuma YouTube
2. Bikuma - Bürgerforum Maritim Mannheim 28.03.2014 Bikuma YouTube
Kunsthalle Mannheim: Vorentwurfsplanung 28.01.2014 RNF Mediathek
1. Bikuma - Bürgerforum Maritim Mannheim 14.01.2014 Bikuma YouTube
Neues Logo für Mannheimer Kunsthalle 11.09.2013 RNF Mediathek
Bürgerforum April 2013 18.04.2013 RNF Mediathek
Ausschnitt Bürgerforum Neubau Standortfrage 18.04.2013 RNF Mediathek

Innovation? Fassade aus Metallgewebe?

MetallgewebeFassade 0116

Das Odysseum in Köln wurde bereits 2009 eingeweiht.

Pro Argumente Bunker

Seit der Auslagerung der Kunstschätze besteht das Hemmnis den Bunker aus Sicherheitsgründen nicht besichtigen zu dürfen nicht mehr. Es besteht nach wie vor ein berechtigtes Interesse die Beurteilung des Tiefbunkers durch die Stadt zu hinterfragen. Warum macht man den maroden Bunker für die Bürgerinitiative nicht zugänglich? Ist der Bunker so marode und wenn ja, warum konnte dann dort bis zuletzt Kunst eingelagert werden, für deren Aufbewahrung klimatechnische Höchststandards erforderlich sein sollen? Oder ist der Mitzlaffbau so marode? Ist bereits die Bezeichnung durch Frau Lorenz "marodes Gebäude" irreführend? Besteht etwa Einsturzgefahr? Warum haben dann bis zuletzt im Juni 2014 dort öffentliche Veranstaltungen stattfinden können? Warum steht das  Gebäudegutachten nicht öffentlich zur Verfügung? Der Wunsch der Bürgerinitiative den Bunker zu besichtigen wurde zuletzt von Frau Lambrecht am 30.06.2014 bei ihrem Besuch beim OB Dr. Peter Kurz in Anwesenheit von Frau Lorenz vorgetragen. Eine Reaktion seitens der Verantwortlichen erfolgte nicht.

Gut, dass TV-Magazine jetzt beginnen gegen Städte und Bürgermeister wegen der Einsichtnahme in Dokumente Klage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG), erheben. Es wird wirklich Zeit, dass dieses Gesetz, das 2006 in Kraft getreten ist, in den Köpfen der Politiker ankommt.

Gedanken zum Tiefbunker von Wolfgang Fabian:

Als einer der wichtigsten Gründe, den Mitzlaff-Bau abzureißen, wird immer wieder der feuchte Tiefbunker angeführt.

In einem Gespräch mit Herrn Buck, dem technischen Leiter der Kunsthalle, erhielt ich folgende Erklärung:

Für das Fundament des Mitzlaff-Baues wurde die Bunkerdecke an mehreren Stellen durchbrochen, um dann von der Bunkersohle aufwärts Säulen zu betonieren, die den Mitzlaff-Bau tragen.

Durch das Durchbrechen der Bunkerdecke entstanden feine Risse, die bei den Bauarbeiten für den Mitzlaff-Bau nicht restlos geschlossen wurden. Zwischen der Bunkerdecke und der Sohle des Mitzlaff-Baues liegt eine Erdschicht. Diese saugt sich bei lang anhaltendem Regen voll Wasser, das dann langsam durch die Risse in der Bunkerdecke einsickert.

Mehrere Fachleute haben gegenüber der Bürgerinitiative Kunsthalle versichert, dass es durchaus Möglichkeiten gäbe, einen derart undichten Bau abzudichten.

Leider wurde der BI von Frau Dr. Lorenz verwehrt, zusammen mit einem Experten für Gebäude-abdichtungen den Bunker zu besichtigen. Die Begründung war fadenscheinig: Es sei aus Sicherheitsgründen nicht zulässig, Fremde in Museumsdepots einzulassen. Ein Gutachten über den Zustand des Bunkers bzw. über eine Möglichkeit, ihn zu sanieren, gibt es nach meiner Information nicht.

Ein solches Gutachten rechtzeitig einzuholen wäre m.E. wichtig gewesen, bevor man beschlossen hätte, den Bunker abzureißen.

Interessant ist, was aus dem Katalog zur Kunsthallenerweiterung „Neuer Raum für neue Kunst“ 1999 (ISBN 3-89165-121-x) hervorgeht:

Prof. Fath hatte lange über Platzmangel geklagt hat und dann 1997 in Herrn und Frau Hector großzügige Spender gefunden, die es ermöglichten, den Tiefbunker zu über 1.000 m² zusätzlicher, klimatisierter und einbruchsicherer Ausstellungs- und Depotfläche umzubauen.

Die Aufgabe der Gesamtplanung und Bauüberwachung fiel dem Ingenieur Hartmut Jeske aus Neustadt zu. Der hat einen reich bebilderten Aufsatz über den „Umbau des Luftschutzbunkers unter der Kunsthalle Mannheim“ geschrieben.(Katalog Seiten 19 – 25)

Auf Seite 25 schreibt Herr Jeske:

„Im Zuge der Baudurchführung stellte sich heraus, dass der Bunker an wenigen Stellen undicht war. Dies war weniger ein technisches als ein terminliches und finanzielles Problem, da diese Undichtigkeiten erst nach dem Entkernen des Bunkers erkennbar wurden und somit keine finanziellen Mittel für Abdichtungsarbeiten im Außenbereich vorgesehen waren. Für diese benötigten Mittel musste erst durch günstige Vergaben bei anderen Gewerken und durch Einsparungen bei der Ausführung insgesamt ein Budget aufgebaut werden. Da die Budgetsicherheit für diese Arbeiten erst gegen Ende der Ausbauarbeiten gegeben war, konnte auch erst spät mit der Sanierung der Feuchtigkeitsstellen begonnen werden, mit allen Konsequenzen für die termingerechte Einrichtung der Ausstellung und die Nerven aller Beteiligten.”

Aus diesem Zitat geht eindeutig hervor, dass Herrn Jeske klar gewesen ist, dass seine Bauaufgabe damals nicht erfüllt worden ist und dass der Bunker dadurch dauerhaft nicht als Depot und Ausstellungsräume zu gebrauchen sein würde.

Da er gezwungen war, die geschätzten Kosten von 4,5 Mio. DM und den Fertigstellungstermin zum 5. Dezember 1999 (90 jähriges Jubiläum der Kunsthalle) einzuhalten, konnte er wohl nicht anders handeln.

Danach hätte aber unbedingt eine Nachbesserung erfolgen müssen.

Dass diese offenbar nicht stattfand, ist vielleicht einem Umstand zu verdanken, der mir am 17. Oktober 2013 zu Ohren kam: Frau Hasselbach sagte mir, Herr Jeske sei ihr Bruder. Und als ich ihr entgegnete, da sähe die Sache doch sehr nach Filz aus, ging sie wutschnaubend davon.

Hat die Stadt damals aus Rücksicht auf die Hasselbachschen Verwandtschaftsverhältnisse womöglich auf Regressansprüche verzichtet?

Und hätte man, falls mein Verdacht unbegründet ist, nicht wenigstens die Kenntnisse und Erfahrungen von Herrn Jeske nutzen können, um die Schäden im Nachhinein doch noch zu beseitigen?

Da haben wohl einige Leute in Mannheim versagt!

 

Dr. h.c. Hans-Werner Hector sagte im Grußwort zum Kunstpreis (für dreidimensionale Gestaltungen) H.W. & J. Hector der Kunsthalle Mannheim 2003:
„...Die Kunstförderung (Anm.: der H.W. & J. Hector-Stiftung) kam bis jetzt im Wesentlichen der Kunsthalle Mannheim zu Gute durch Unterstützung von baulichen Erweiterungen. So wurde zum 90-jährigen Bestehen der Kunsthalle ein Kriegsbunker, der sich unter der Kunsthalle befand, umgebaut und durch einen Aufzug und eine Treppe zugänglich gemacht. Damit erhielt die Kunsthalle ca. 1000 m² neue Ausstellungsräume mit einem besonderen Flair und dringend benötigte zusätzliche Depoträume....Als Kunstpreis für dreidimensionale Gestaltungen hat der „H.W. J. Hector Kunstpreis” gegenüber seinen Vorgängern eine Erweiterung der Ausschreibung in die Bereiche Objektkunst, Rauminstallation und Videoinstallation erfahren...”

Rolf Lauter, sagte im Vorwort & Dank zur o. g. Kunstpreis-Ausstellung 2003:
„...Der besondere räumliche Zuschnitt des Bunkers und seine niedrige Raumhöhe wirken sich bei der Präsentation von Licht-, Klang- und Videoinstallationen im Rahmen der Gruppenausstellung dabei sehr positiv auf die Wahrnehmungssituation des Betrachters aus...”

Manfred Fath schrieb in seinem Aufsatz „Neue Räume für die Kunsthalle“ in Katalog „Neuer Raum für Neue Kunst” 1999:
„...Durch diese Baumaßnahme gewinnt die Kunsthalle ca. 1.000 qm neue Ausstellungsfläche hinzu, die die Möglichkeit eröffnet, die Sammlung im gesamten Neubau neu zu ordnen und bisher nicht gezeigte Sammlungsbestände der Kunsthalle auszustellen. Es handelt sich dabei vor allem um Werke zeitgenössischer Kunst. Erfreulicherweise kann nun auch die Keramikausstellung der Kunsthalle, ergänzt durch eine großherzige Schenkung von Dr. Gisela Freudenberg, erstmals angemessen und dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Damit wird ein Bereich der Sammlungsgeschichte der Kunsthalle in die Dauerausstellung einbezogen, der bisher aus Platzgründen deponiert und selbst in Fachkreisen wenig bekannt war...Als besonders glücklicher Umstand erweist es sich darüber hinaus, dass die Kunsthalle durch diese Baumaßnahme künftig endlich ausreichende und konservatorischen Standards entsprechende Depot- und Lagerräume für die nicht ausgestellten Kunstwerke erhält. Damit wird ein Mangel beseitigt, der es bisher verhinderte, Kunstwerke unter besten konservatorischen Bedingungen zu bewahren. Die planerischen Überlegungen zur architektonischen Gestaltung der neuen Ausstellungsbereiche folgten der Maxime, dass möglichst klare Räume geschaffen werden sollten, um die Wirkung der ausgestellten Kunstwerke nicht durch Einbauten zu beeinträchtigen. Deshalb wurde der Bunker, der noch völlig intakt war, zunächst entkernt, d. h. alle noch vorhandenen Einbauten wurden beseitigt. Dadurch entstanden großzügige, kunstlichtbeleuchtete Ausstellungsräume, die sich zur Präsentation zeitgenössischer Kunst hervorragend eignen...
Dieses Problem (Anm.: möglichst gute konservatorische Voraussetzungen zu schaffen) wurde durch eine neue Methode der Raumtemperierung gelöst, die aufwendige Einbauten in die Räume erübrigt. Das Beleuchtungsproblem wurde durch die Verwendung polarisierenden Lichtes gelöst, mit dem in den Ausstellungsräumen die Wirkung von Tageslicht erzeugt werden konnte, wodurch die ausgestellten Kunstwerke in bestmöglicher Beleuchtung präsentiert werden können. Mit dieser technischen Ausstattung hat die Kunsthalle neue Wege beschritten und für die Präsentation von Kunstwerken hervorragende Voraussetzungen geschaffen...
Museen sind die Institutionen, die unser kulturelles Gedächtnis bewahren. Sie sind Archive, die die kulturellen Leistungen einer Gesellschaft für künftige Generationen sammeln, bewahren, erforschen und vermitteln...Sie haben heute mehr denn je eine wichtige Funktion, denn sie leisten einen bedeutenden Beitrag zur Identifikation mit einer kulturellen Tradition und damit zur Prägung der Gesellschaft. Hier liegt auch die große Chance des Museum für die Zukunft. Der 90. Geburtstag der Kunsthalle bietet einen besonderen Anlass zum Feiern. Durch den Umbau eines Luftschutzbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg sind die räumlichen Probleme des Museums für längere Zeit gelöst...”

 

Museum in Berlin - Die Topographie des Terrors.

Topographie des Terrors 1

Ähnlichkeiten mit bestehenden oder geplanten Gebäuden sind rein zufällig. (Standort Berlin) Entfernung Museum zu gmp-Büro 6,4 km.

Gerda Lambrecht in der SWR Landesschau

Die Gründerin der Bürgerinitiative Gerda Lambrecht (93 Jahre) hat mit Ende der Online-Petition am 25. Mai 2014:  3.079 Unterstützer.

Nach Ende der Petition sind es nunmehr 3.094 Menschen, die mit ihrer offiziellen Namensnennung im Internet für ihre Meinung einstehen. Die Zahl derer, die die Meinung der Bürgerinitiative teilen, die aber nicht öffentlich auftreten oder gar namentlich genannt werden wollen, ist exorbitant höher.

Da diese "Anonymen" bei einer vorbereiteten Flashmob-Unterschrifts-Party (mit analoger Wählerliste) auch nicht namentlich unterschreiben würden, wäre es nicht korrekt diese zahlenmäßig darzustellen.

Wie viele Angestellte, Auftragnehmer, Stadtbegünstigte gibt es, die sich nicht trauen dürfen? Was meinen Sie? Es gibt viele Abhängigkeiten. Wir haben vollstes Verständnis für die Zurückhaltung dieser Leute.

Nur eine geheime Wahl kann die wahrhaftige Bürgermeinung wiedergeben.
Das zeigt der krasse Unterschied zwischen der offiziellen und der inoffiziellen Zahl der registrierten Unterstützer. Freie Meinungsäußerung hat eben auch seine Grenzen. Durch mehr direkte Demokratie kann die Durchsetzung von Gemeininteressen erfolgreicher werden.